Jede Fachkraft kennt Situationen mit „herausforderndem Verhalten": ein Kind schlägt, tobt, verweigert, zieht sich zurück, testet Grenzen. Solche Situationen sind anstrengend und können überfordern. Der Schlüssel liegt in einer verstehenden, wertschätzenden Haltung: Herausforderndes Verhalten ist kein „böses" oder „gestörtes" Verhalten, sondern immer Ausdruck eines Bedürfnisses oder einer Not des Kindes – eine Botschaft, die es zu verstehen gilt. Wer das Verhalten versteht, kann das Kind besser begleiten, deeskalieren und ihm helfen. Dieser Kurs vermittelt, wie man herausforderndes Verhalten versteht (die Bedürfnisse und Ursachen dahinter), welche Rolle die eigene Haltung und die Beziehung spielen, wie man präventiv wirkt, wie man in akuten Situationen deeskaliert, wie man mit Aggression und mit Rückzug umgeht, wie man wertschätzend Grenzen setzt, und wann Fachdienste und der Kinderschutz einzubeziehen sind.

Kursziele:

  • herausforderndes Verhalten verstehend und wertschätzend einordnen
  • die Bedürfnisse und Ursachen hinter dem Verhalten erkennen
  • die Bedeutung der eigenen Haltung und der Beziehung verstehen
  • präventiv wirken und akute Situationen deeskalieren
  • mit Aggression und mit Rückzug angemessen umgehen
  • wertschätzend Grenzen setzen und Halt geben
  • Team, Eltern und Fachdienste einbeziehen; das Kindeswohl wahren
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Menschen sind verschieden – auch in der Art, wie ihr Gehirn Wahrnehmungen und Informationen verarbeitet. Der Begriff Neurodiversität beschreibt diese neurologische Vielfalt als Teil der menschlichen Vielfalt. Manche Kinder sind „neurodivergent" – sie nehmen die Welt anders wahr und verarbeiten sie anders, etwa Kinder mit ADHS, aus dem Autismus-Spektrum oder mit FASD. Diese Kinder haben besondere Bedürfnisse, aber auch Stärken – und sie haben ein Recht auf Teilhabe, Wertschätzung und passende Begleitung (Inklusion). Dieser Kurs vermittelt eine wertschätzende, ressourcenorientierte Grundhaltung zu Neurodiversität, ein Grundverständnis für ADHS, Autismus und FASD, die klare Rolle der Kita (beobachten und begleiten, nicht diagnostizieren), praktische Wege der inklusiven Begleitung (Struktur, Reizschutz, Kommunikation), die Zusammenarbeit mit Eltern und Fachdiensten und die Bedeutung von Teilhabe und Selbstfürsorge.

Kursziele:

  • den Begriff Neurodiversität und eine wertschätzende Haltung verstehen
  • ein Grundverständnis für ADHS, Autismus und FASD gewinnen
  • die Rolle der Kita klären: beobachten und begleiten, nicht diagnostizieren
  • neurodivergente Kinder ressourcenorientiert und inklusiv begleiten
  • den Alltag anpassen (Struktur, Reizschutz, Kommunikation)
  • mit Eltern und Fachdiensten zusammenarbeiten; Teilhabe ermöglichen
  • mit Herausforderungen umgehen und für sich selbst sorgen
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Manche Kinder haben belastende oder traumatische Erfahrungen gemacht – Gewalt, Vernachlässigung, Verlust, Flucht, schwere Belastungen. Diese Erfahrungen können tiefe Spuren hinterlassen und sich im Verhalten und Erleben zeigen. Die traumasensible Pädagogik hilft, solche Kinder zu verstehen und ihnen in der Kita das zu geben, was sie am meisten brauchen: Sicherheit, Stabilität und tragfähige Beziehung. Die Kita ist keine Therapieeinrichtung – aber sie kann ein sicherer, heilsamer Ort sein, an dem belastete Kinder Sicherheit, verlässliche Beziehungen und positive Erfahrungen finden. Dieser Kurs vermittelt ein Grundverständnis von Trauma und seinen Folgen, die traumasensible Haltung, Wege, Sicherheit und Stabilität zu geben, die heilsame Kraft der Beziehung, den Umgang mit Triggern, die Förderung der Selbstregulation, die Zusammenarbeit mit Fachdiensten und den Kinderschutz sowie die Selbstfürsorge der Fachkräfte.

Kursziele:

  • ein Grundverständnis von Trauma und seinen Folgen gewinnen
  • Traumafolgen im Verhalten verstehend einordnen
  • die traumasensible Haltung und die Bedeutung von Sicherheit verstehen
  • belasteten Kindern Sicherheit, Stabilität und Beziehung geben
  • mit Triggern und Übererregung angemessen umgehen; Selbstregulation fördern
  • die Kita als sicheren Ort gestalten; mit Fachdiensten und Kinderschutz zusammenarbeiten
  • Sekundärtraumatisierung vermeiden und für sich selbst sorgen
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Seelische Gesundheit ist für Kinder ebenso wichtig wie körperliche Gesundheit. Auch Kinder können seelisch belastet sein und psychische Auffälligkeiten zeigen – Ängste, Traurigkeit und Rückzug, Regulationsschwierigkeiten (Schlaf, Essen), psychosomatische Beschwerden u. a. Die Kita hat eine wichtige Rolle: Sie fördert die seelische Gesundheit aller Kinder (Prävention), sie nimmt Auffälligkeiten verstehend und aufmerksam wahr, sie begleitet belastete Kinder stützend und sie bezieht bei Bedarf Eltern und Fachdienste ein – ohne selbst zu diagnostizieren oder zu therapieren. Dieser Kurs vermittelt eine wertschätzende Grundhaltung, ein Grundverständnis für seelisches Wohlbefinden und psychische Auffälligkeiten, Wege der Förderung und stützenden Begleitung, die Zusammenarbeit im Netzwerk und den Umgang mit belastenden Situationen und Krisen.

Kursziele:

  • die Bedeutung seelischer Gesundheit und eine wertschätzende Haltung verstehen
  • die seelische Gesundheit aller Kinder fördern (Prävention)
  • psychische Auffälligkeiten (Ängste, Rückzug, Regulation u. a.) verstehend wahrnehmen
  • die Rolle der Kita klären: wahrnehmen und begleiten, nicht diagnostizieren
  • belastete Kinder stützend begleiten
  • mit Eltern und Fachdiensten zusammenarbeiten; belastende Familiensituationen einordnen
  • Krisen erkennen und angemessen handeln; das Kindeswohl wahren
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Warum entwickeln sich manche Kinder trotz schwieriger Umstände gut, während andere schon an kleineren Belastungen zerbrechen? Der Schlüssel ist die Resilienz – die seelische Widerstandskraft, die Fähigkeit, mit Belastungen und Krisen umzugehen und sich trotz schwieriger Umstände gut zu entwickeln. Resilienz ist nicht angeboren, sondern entwickelt sich – und lässt sich fördern. Die Kita ist ein wichtiger Ort dieser Resilienzförderung: Durch sichere Beziehungen, Selbstwirksamkeit, den guten Umgang mit Gefühlen, soziale Kompetenz und eine stärkende Haltung kann sie Kinder stark machen fürs Leben. Dieser Kurs vermittelt, was Resilienz ist, welche Schutzfaktoren sie stärken, wie man die zentralen Resilienzfaktoren (Beziehung, Selbstwirksamkeit, Gefühlsregulation, soziale Kompetenz, Optimismus) fördert, wie man Resilienz im Alltag und bei belasteten Kindern stärkt und wie die eigene Haltung und Zusammenarbeit dazu beitragen.

Kursziele:

  • verstehen, was Resilienz ist und dass sie förderbar ist
  • Schutz- und Risikofaktoren kennen
  • die zentralen Resilienzfaktoren fördern (Beziehung, Selbstwirksamkeit, Gefühle, soziale Kompetenz, Optimismus)
  • Resilienz im Alltag stärken
  • Resilienz bei belasteten Kindern fördern
  • die eigene Haltung und Vorbildrolle nutzen
  • mit Eltern zusammenarbeiten; eine resilienzfördernde Kultur verankern
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