Grundwissen Sozialisation
Fachkräfte-Kurs der Kategorie Sozialisation & Entwicklung — verstehen, wie der Mensch zum Mitglied der Gesellschaft wird: der Grundbegriff der Sozialisation, die großen Theorien (von Freud über Mead bis Hurrelmann), die Sozialisationsinstanzen Familie, Schule, Peers und Medien sowie Geschlecht und Körper. Wissenschaftlich fundiert und mit Teilnahmebescheinigung.
Worum geht es?
Wie wird aus einem Neugeborenen ein Mensch, der in seiner Gesellschaft denken, fühlen und handeln kann? Dieser Fachkräfte-Kurs vermittelt fundiert und sehr ausführlich das Grundwissen Sozialisation: was Sozialisation bedeutet und wie sie sich von Erziehung und Bildung unterscheidet (das „produktiv realitätsverarbeitende Subjekt“ nach Hurrelmann, die Phasen nach Berger & Luckmann), welche großen Theorien es gibt (psychologische, soziologische und integrative „Brillen“ — Psychoanalyse, Bindung, symbolischer Interaktionismus nach Mead, Habitus nach Bourdieu), wie die Instanzen Familie (sozialökologisch nach Bronfenbrenner), Schule (heimlicher Lehrplan), Peer-Group und Medien wirken und wie Geschlecht und Körper sozial hergestellt werden („doing gender“). Fundiert nach Niederbacher & Zimmermann (Grundwissen Sozialisation), Hurrelmann, Mead, Bronfenbrenner sowie aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts und der JIM-Studie 2024 — mit vielfältigen didaktischen Elementen und eigenen Schaubildern.
Das nimmst du mit
- Sozialisation definieren und von Erziehung/Bildung abgrenzen
- die großen Sozialisationstheorien einordnen
- die Instanz Familie sozialökologisch verstehen (Bronfenbrenner)
- Schule, Peers und Medien als Instanzen beschreiben
- Geschlecht und Körper als sozial hergestellt reflektieren
- Trainer/in: Fatih Acik
Traumapädagogik – Grundlagen für die Kinder- und Jugendhilfe
Belastendes Verhalten traumasensibel verstehen und begleiten: von den Grundlagen (Traumabegriff, Stressreaktion, Fenster der Toleranz) über Haltung und Sicherheit bis zu Beziehung, Co-Regulation und dem Umgang mit Triggern — wissenschaftlich fundiert, praxisnah, mit Teilnahmebescheinigung.
Worum geht es?
Viele Kinder und Jugendliche in der Jugendhilfe haben belastende oder traumatische Erfahrungen gemacht. Ihr Verhalten — Rückzug, Wut, Kontrolle — ist oft eine Überlebensstrategie, kein „Stören“. Dieser Fachkräfte-Kurs vermittelt ein traumasensibles Verständnis: Was ein Trauma ist, wie sich Stress im Nervensystem zeigt (Fenster der Toleranz), wie sich Traumafolgen äußern und wie Traumapädagogik mit Haltung, Sicherheit, Beziehung und Co-Regulation Halt gibt — einschließlich der eigenen Psychohygiene.
Das nimmst du mit
- Trauma und Traumafolgen fachlich verstehen
- Verhalten traumasensibel als Überlebensstrategie deuten
- Sicherheit, Stabilisierung und Co-Regulation gestalten
- mit Triggern und Krisen umgehen — und sich selbst schützen
Kursinhalt — 8 Module
Am Ende steht ein Abschlusstest (16 Fragen); danach erhältst du deine Teilnahmebescheinigung.
Für wen?
Pädagogische Fach- und Ergänzungskräfte in Wohngruppen, stationärer und ambulanter Jugendhilfe, Pflegefamilien, Kita und Schule, Erzieher:innen, Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen sowie Studierende und Auszubildende. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
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Belastetes Verhalten verstehen statt bekämpfen — traumasensible Haltung, Sicherheit und Beziehung, mit Teilnahmebescheinigung.
Zum Kurs →Resilienzförderung bei Kindern und Jugendlichen
Resilienz ist kein Talent, sondern ein Prozess — und der wichtigste Schutzfaktor ist eine verlässliche Beziehung. Von den Grundlagen (Kauai-Studie, Salutogenese) über Risiko- und Schutzfaktoren und die Wirkfaktoren (Beziehung, Selbstwirksamkeit, Sinn) bis zur praktischen Förderung und ihren Grenzen. Praxisnah, mit didaktischen Methoden und Teilnahmebescheinigung.
Worum geht es?
Manche Kinder entwickeln sich trotz großer Belastungen gut — die Resilienzforschung erklärt, warum. Dieser Fachkräfte-Kurs vermittelt, was Resilienz ist (und was nicht): die Erkenntnisse der Kauai-Studie (Werner) und der Salutogenese (Antonovsky), das Zusammenspiel von Risiko- und Schutzfaktoren (Waage-Modell), die Wirkfaktoren Beziehung, Selbstwirksamkeit und Sinn (Kohärenzgefühl) sowie konkrete Förderansätze und deren Grenzen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Fachkraft als Schutzfaktor — und ihrer eigenen Resilienz.
Das nimmst du mit
- Resilienz als förderbaren Prozess verstehen
- Risiko- und Schutzfaktoren einordnen und Ansatzpunkte ableiten
- Beziehung, Selbstwirksamkeit und Sinn gezielt stärken
- Resilienzförderung planen — und ihre Grenzen kritisch reflektieren