Macht & Differenz in der Beratung
Fachkräfte-Kurs zur professionellen Beratung — der dichte Abschlusskurs (8 Module): Wie wirken Macht und Differenz in der Beratung? Von den vier Funktionen und der Gegenmacht über den abwesenden mächtigen Dritten, das Spannungsfeld von Ökonomie und Profession, Asymmetrie, Gender, Behinderung bis zu Migration. Wissenschaftlich fundiert nach Althoff, Schirmer, Walpuski, Middendorf, Hille, Weber & Landsberg und Vogler (2024). Mit Teilnahmebescheinigung.
Worum geht es?
Beratung erscheint als neutrale Hilfe — ist aber tief in Macht- und Differenzverhältnisse eingewoben. Dieser besonders dichte Abschlusskurs der Reihe (8 Module) macht sichtbar, wie Macht und Differenz in der Beratung wirken: von den vier Funktionen der Beratung und der Idee der Gegenmacht (Althoff) über den abwesenden mächtigen Dritten am Beispiel des Jobcenters (Schirmer), das Spannungsfeld von Ökonomie und Profession (Walpuski) und die Asymmetrie als Aushandlungspraxis (Middendorf) bis zu Gender in der Paarberatung (Hille), differenzsensibler Teilhabeberatung und Rehistorisierung (Weber & Landsberg) sowie Differenz im Handlungsfeld Migration (Vogler). Praxisnah, mit Fallbeispielen, Forschungsbeispielen und eigenen, KI-gestützten Schaubildern — und dem Ziel einer reflexiven, macht- und differenzsensiblen Beratung. Wissenschaftlich fundiert; dieser Kurs schließt unsere Reihe „Beratung & Supervision“ ab.
Das nimmst du mit
- erklären, warum Beratung nie machtfrei ist (Macht, Differenz, Reflexivität)
- die vier Funktionen der Beratung und die Idee der Gegenmacht anwenden
- die Macht abwesender Dritter und kollidierender Handlungslogiken einordnen
- Asymmetrie, Gender, Behinderung und Migration als hergestellte Differenz erkennen
- eine reflexive, macht- und differenzsensible Beratungshaltung entwickeln
- Trainer/in: Fatih Acik
Supervision: Arbeitsbündnis, Triangulierung & Fallreflexion
Fachkräfte-Kurs zur professionellen Beratung — Supervision professionstheoretisch verstehen: Abgrenzung zum Coaching, das Arbeitsbündnis nach Oevermann, die triadische Struktur und Triangulierung als Kernkompetenz, Wissen und Ethik als regulierende Dritte sowie die Unterscheidung von Fallreflexion und Fallhandhabung. Wissenschaftlich fundiert nach Busse (2024) und Griewatz (2024). Mit Teilnahmebescheinigung.
Worum geht es?
Supervision ist mehr als „Beratung für Berufstätige“. Sie ist die reflexive Arbeit an Fällen — dort, wo Fachkräfte ein Arbeitsbündnis mit Menschen gestalten müssen. Dieser Fachkräfte-Kurs führt fundiert und sehr ausführlich in die professionstheoretischen Grundlagen ein: die Abgrenzung zum Coaching, das Arbeitsbündnis nach Oevermann, die triadische Struktur und Triangulierung als supervisorische Kernkompetenz, den Gebrauch von Wissen und die Allparteilichkeit als ethische dritte Position — und schließlich die kritische Unterscheidung von Fallreflexion und Fallhandhabung. Praxisnah, mit dokumentierten Fallgeschichten, Fallbeispielen und eigenen, KI-gestützten Schaubildern. Wissenschaftlich fundiert nach Stefan Busse (2024) und Hans-Peter Griewatz (2024). Dieser Kurs vertieft unsere Reihe „Beratung & Supervision“.
Das nimmst du mit
- Supervision professionstheoretisch bestimmen und vom Coaching abgrenzen
- das Arbeitsbündnis und seine drei Strukturmerkmale erklären
- triadisch denken und Triangulierung als Kernkompetenz anwenden
- den Gebrauch von Wissen und die Allparteilichkeit reflektieren
- Fallreflexion und Fallhandhabung unterscheiden und reflexiv arbeiten
- Trainer/in: Fatih Acik
Niedrigschwellige Beratung gestalten
Fachkräfte-Kurs zur professionellen Beratung — wie Beratung in offenen, niedrigschwelligen Settings entsteht: Zugangsgerechtigkeit, Gelegenheitsstrukturen und Da-Sein, Diffusitäten bespielen (Doing Social Work), Picks Merkmale sowie das Initiieren, Ablehnen und Aufrechterhalten von Beratung. Wissenschaftlich fundiert nach Unterkofler (2024/2021). Mit Teilnahmebescheinigung.
Worum geht es?
Nicht jede Beratung hat einen Termin und einen ruhigen Raum. Ein großer Teil der Beratung in der Sozialen Arbeit geschieht „zwischen Tür und Angel“ — im offenen Treff, im Kontaktladen, am Mittagstisch, im Frauenhaus. Dieser Fachkräfte-Kurs zeigt fundiert und sehr ausführlich, wie Beratung in solchen niedrigschwelligen Settings koproduktiv hergestellt wird: über Gelegenheitsstrukturen und das Da-Sein, durch das bewusste „Bespielen“ von Diffusitäten und im feinen Wechsel zwischen Rollen. Sie lernen, wie Beratung initiiert, abgelehnt und trotz Störungen aufrechterhalten wird — praxisnah, mit Fallbeispielen, Forschungsbeispielen und eigenen, KI-gestützten Schaubildern. Wissenschaftlich fundiert nach Ursula Unterkofler (2024/2021). Dieser Kurs ergänzt unsere Reihe „Beratung & Supervision“.
Das nimmst du mit
- die Hürden formaler Beratung und den Sinn niedrigschwelliger Settings erklären
- Gelegenheitsstrukturen schaffen und das Da-Sein als Handlungsmodus nutzen
- Diffusität bewusst „bespielen“ und Picks Merkmale von Beratung einordnen
- Beratung initiieren, ein Ablehnen respektieren und Beratung trotz Störungen aufrechterhalten
- die Machtbalance zugunsten der Adressat:innen gestalten und partizipativ arbeiten
- Trainer/in: Fatih Acik
Emotionen im Beratungsgespräch
Fachkräfte-Kurs zur professionellen Beratung — die Didaktik einer kommunikativen Emotionsregulation: das Beratungsgespräch als Setting, die Funktionen emotionsbezogener Kommunikation, Fragen und Verbalisieren/Spiegeln als Techniken sowie die acht Muster kommunikativer Emotionsregulation. Wissenschaftlich fundiert nach Schreyögg (2024/2015). Mit Teilnahmebescheinigung.
Worum geht es?
Gefühle sind kein Störfaktor der Beratung, sondern ihr Kern: Erst über Emotionen werden Veränderungsprozesse möglich. Dieser Fachkräfte-Kurs zeigt fundiert und sehr ausführlich, wie Berater:innen Emotionen kommunikativ regulieren — sie fördern, wo zu wenig Gefühl gezeigt wird, und behutsam kontrollieren, wo es überwältigt. Sie lernen den Phasenverlauf des Gesprächs, die Funktionen emotionsbezogener Kommunikation, das ganze Repertoire emotionsbezogener Fragen, das Verbalisieren und Spiegeln sowie die acht Muster kommunikativer Emotionsregulation — praxisnah, mit Fallbeispielen und eigenen, KI-gestützten Schaubildern. Wissenschaftlich fundiert nach Bettina Schreyögg (2024/2015). Dieser Kurs vertieft unsere Reihe „Beratung & Supervision“.
Das nimmst du mit
- das Beratungsgespräch als professionelles Setting und seinen Phasenverlauf beschreiben
- begründen, warum Emotionen Gegenstand professioneller Beratung sind
- emotionsbezogene Fragen gezielt und phasengerecht einsetzen
- die drei Formen des Spiegelns unterscheiden und das Verbalisieren anwenden
- die zwei Grundstile und acht Muster kommunikativer Emotionsregulation einordnen
- Trainer/in: Fatih Acik
Beratung verstehen: Interaktion und Kontext
Fachkräfte-Kurs zur professionellen Beratung — die Grundlagen: Beratung als koproduktives Geschehen, die Verschränkung von Interaktion und Kontext (mikro/meso/makro), das reflexive Beratungsverständnis, rekonstruktive Beratungsforschung sowie das Handlungsschema und die Merkmalsmatrix des Beratens. Wissenschaftlich fundiert nach Busse & Lohse (2024) und Pick (2024). Mit Teilnahmebescheinigung.
Worum geht es?
Beratung ist eine Kerntätigkeit der Sozialen Arbeit — und doch schwer zu fassen. Dieser Fachkräfte-Kurs legt das Fundament der Reihe „Beratung & Supervision“: Er zeigt fundiert und sehr ausführlich, was Beratung als interaktives Geschehen ausmacht und wie sie durch Kontexte — Institution, Organisation, Gesellschaft — geprägt wird. Sie lernen die klassische Definition (Kallmeyer), die drei Analyseebenen, das reflexive Beratungsverständnis, die rekonstruktive Gesprächsforschung sowie das Handlungsschema und die Merkmalsmatrix des Beratens — praxisnah, mit Fallbeispielen und eigenen, KI-gestützten Schaubildern. Wissenschaftlich fundiert nach Busse & Lohse (2024) und Pick (2024). Dieser fortgeschrittene Kurs ergänzt — und vertieft — unseren Kurs „Systemische Beratung“.
Das nimmst du mit
- Beratung als koproduktiven Kommunikationstyp begrifflich fassen (Kallmeyer)
- die Verschränkung von Interaktion und Kontext (mikro/meso/makro) erklären
- ein reflexives, selbstkritisches Beratungsverständnis entwickeln
- rekonstruktive Beratungsforschung und ihren Nutzen für die Praxis einordnen
- das Handlungsschema und die Merkmalsmatrix des Beratens anwenden
- Trainer/in: Fatih Acik