Pflege bewegt sich täglich im Spannungsfeld von Fürsorge und Selbstbestimmung. Dieser Kurs (ca. 10 UE) zeigt in 12 Modulen, wie man den Willen pflegebedürftiger Menschen rechtskonform achtet – auch wenn sie nicht mehr selbst entscheiden können. Er erklärt die Einwilligungsfähigkeit, die drei zentralen Vorsorgeinstrumente (Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung), die rechtliche Betreuung nach der Reform 2023 mit ihren Aufgabenbereichen, den mutmaßlichen Willen und die Genehmigungspflichten (z. B. bei riskanten Maßnahmen und freiheitsentziehenden Maßnahmen). Jedes Modul bietet Lernziele, fundierten Lerntext, eine Vertiefung, eine Fallstudie und eine Praxistransfer-Übung. Am Ende: Selbstreflexion, Checklisten und Teilnahmebescheinigung. Der Kurs ersetzt keine Rechtsberatung, sondern vermittelt fachlich fundierte Orientierung.
Kursziele:
- Selbstbestimmung als rechtliches und ethisches Leitprinzip verstehen
- Einwilligungsfähigkeit situationsbezogen einschätzen
- Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung unterscheiden
- Die rechtliche Betreuung (Reform 2023) und ihre Aufgabenbereiche einordnen
- Den (mutmaßlichen) Willen sicher ermitteln und umsetzen
- Genehmigungspflichten und die Zusammenarbeit mit Vertretern kennen
Selbststudium ohne Betreuung, Einsendeaufgaben oder Lernerfolgskontrolle durch Lehrende; die freiwillige Selbstreflexion dient nur der eigenen Einschätzung. Die Teilnahmebescheinigung steht bereit, sobald Sie alle Module selbst als erledigt markiert haben.
English version: Legal Custodianship & Advance Directives – Respecting Self-Determination with Confidence →
